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International Prostate Cancer Group
Sektion Deutschland
Westdeutsches Prostatazentrum
Klinik am Ring
Hohenstaufenring 28
50674 Köln
Tel.: 0221-92424-470
Fax: 0221-92424-460
Wer profitiert von einer Behandlung – wer nicht?
Lohnt sich bei über 75-Jährigen eine Therapie des Prostatakarzinoms oder sind die Senioren mit einem abwartenden Vorgehen besser beraten? Experten fordern neben dem Alter sowohl die gesundheitliche Verfassung, die Ausprägung des Tumors als auch die individuellen Bedürfnisse der Patienten in die Therapieentscheidung einzubeziehen.
Aktuelle Studien bestätigen Übertherapie / Gravierende Operationsfolgen für Patienten
Noch immer wird in Deutschland die Mehrzahl der Patienten mit einem lokalisierten Prostatakarzinom operiert. Dass dieses Vorgehen längst überholt ist, zeigen mittlerweile zahlreiche Studien. Vor allem Männer mit einem Tumor, der ein geringes Risiko aufweist, oder Männer über 70 Jahre, sind mit einer OP nicht gut beraten. Im Gegenteil: Viele Betroffene klagen über erhebliche Nebenwirkungen und Spätfolgen des Eingriffs. Und das, obwohl immer häufiger gefäß- und nervenschonende Operationstechniken genutzt werden.
WPZ stellte aktuelle Studie auf der EAU in Barcelona vor
Prostatakrebs-Patienten mit einem lokal fortgeschrittenen Tumor profitieren von einer kombinierten Strahlenbehandlung. Dabei wird der Tumor sowohl von innen mittels HDR-Brachytherapie als auch von außen bestrahlt. Dies zeigt eine Studie des Westdeutschen Prostatazentrums, diejüngst auf der Jahrestagung 2010 der European Association of Urology (EAU) in Barcelona vorgestellt wurde.
Trotz seiner Erfolgsgeschichte seit der routinemäßigen Einführung Anfang der 80er Jahre wird der PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs mehr denn je kritisch diskutiert. Den Anlass dazu gaben zwei Studien, die letztes Jahr in der Zeitschrift „New England Journal of Medicine“ veröffentlicht wurden.
Was bereits zahlreiche internationale Studien1 belegt haben, wurde nun von den führenden Experten bestätigt: Prostatakrebs-Patienten, die eine Brachytherapie (innere Bestrahlung) erhalten, leiden nach der Behandlung deutlich seltener unter Beeinträchtigungen ihrer Potenz. Auch die Harninkontinenz, die nach der radikalen Entfernung der Prostata bei bis zu 50 Prozent2 liegt, ist mit 0,3 bis 3 Prozent nach Seed-Implantation verschwindend gering und tritt eigentlich nur nach vorangegangener transurethraler Prostataresektion (TURP) auf.